Bau des Transportgestells

Der Countdown läuft, es sind nur noch 14 Tage bis zum Start in den Schwarzwald und es gibt noch so viel zu tun. Langsam wird es eng. Die entfernt gelegenen Materialfahrten haben wir hinter uns. Jetzt muss das Uhrwerk nur noch mit dem Schlag komplettiert werden und alles funktionieren.

Ein Anhänger voller Gestänge

Am Donnerstag Abend stand eine Tour zum Horst Seeadler nach Hallstadt an. Mit einem Anhänger im Gepäck luden wir das Steckgestänge für den mittleren Turm ein. Ein ausgeklügeltes System, dass wir den letzten Jahren immer wieder erweitert und "angebaut" haben. Doch es hat sich bewährt. Das Gestänge lässt sich nun so aufstellen, dass es eigentlich auch ohne Seile auskommen könnte. Ein enormes Sicherheitsplus für die Jurte und Ihre Besucher.

Nun galt es das Gestänge raus aus dem Anhänger zu holen und für den LKW verladetauglich auf Paletten zu verpacken und zu verschnüren.

Damit jeder sieht wann die Stunde geschlagen hat...

Heute brauchten wir erst einmal ordentlich Platz um das Gestell. Also ab in die Mitte der Halle. Die letzten Arbeiten, der Einbau des Zwischenbodens und ähnliches hat seine Spuren hinterlassen. Dreck, Staub und Späne krochen überall dazwischen, so gut wir auch abdeckten. Also musste das ganze Gestell zusammen mit dem Uhrwerk erst einmal sauber geblasen und gereinigt werden.

Unser fleißiges "Heinzelmännchen" Becki hatte gestern Abend in liebvoller Arbeit das Ziffernblatt fertig gestellt und unsere groben Schmitzer wieder ausgebügelt, so dass wir es heute endlich montieren konnten. Fiedi war richtig aufgeregt. Wie ein kleiner Junge freute er sich darauf seine Hightechlager endlich zu testen und die mühsame Arbeit zusammen zu fügen.

Und alle Teile passten, so wie wir uns das vorgestellt haben. Lediglich eine der Ziffernblatt Halterungern mussten wir etwas "überzeugen". Klasse, wie sich die neuen Zeiger auf dem Ziffernblatt mit drehten. Auch die Synchronität zum Einstelluhrwerk war gegeben. So muss das klappen.

Nun konnten wir beginnen die Position des Schlagwerkes zu bestimmen. Aber das war gar nicht so leicht. Ein bisschen ratlos probierten wir dies und jene Position. Und dann kam die Idee.

Horch wie die Glocke klingt

Nach etlichem hin und her probieren hatten wir endlich eine passende Position gefunden. Doch dann streikte die Stichsäge - Kabelbruch. Bis wir die wieder überzeugt hatten... Doch irgendwann ging es weiter. Wir konnten zwei Lagerböcke für den Hammer herstellen. Aber wie machen wir den Hammer am Schlaggestänge fest? Eine Ringöse, das ist es. Sauber bohrten wir den Stiel des Hammers vor und drehten die Öse ein und dann... knack. Weg war das Gewinde. Man hatte den Eindruck die Uhr wolle nicht fertig gestellt werden und stellte uns die letzten Meter nochmal auf die Probe. Also hieß es das alte Gewinde heraus zu bohren und eine neue Ringöse einzubringen.

Dann nochmal ein provisiorischer Test... das könnte klappen. Sind wir uns auch sicher? Na klar. Jetzt müssen endlich Nägel mit Köpfe gemacht werden. Also die beiden provisorischen Lagerböcke überarbeiten. Die Kontur mal schön gleichmäßig gestalten und mit der Oberfräse dann fein säuberlich profilieren. Dabei wurde Wal zum stationären Fräsständer umgearbeitet während Andreas sorgfältig an seinen Fingern vorbei fräste.

Auch eine Aufdopplung für die Glockenposition wurde noch herstellt, so dass der Hammer schön mittig auf den Klangkörper schlagen kann. Mit Holzleim und Schrauben wurden die neuen Teile dann sorgsam am Gestell der Uhr verbaut. Die passende Lasur gab den Neuteilen noch die richtige Farbe, damit auch sie sich sauber ins Bild einfügen.

Ein letztes Mal montierten wir die Teile nun in die dafür vorgesehenen Halterungen und Löcher. Spannung machte sich breit. Würde die Glocke sauber klingen und das Schlagwerk wie geplant funktionieren? Ein erster Test und.... wir hätten bei Hau den Lukas mit machen können. Die "gepimpte" Dämpfung tat genau das Gegenteil und schleuderte den Hammer weit vorbei an der Glocke. Also wieder raus mit der Zusatzfeder und etwas feinfühliger einstellen und nun... seht und hört selbst.

Ding, Ding, Ding, Ding....