30.07.2013 - Bald ein ganzer Tag fehlte uns auf Grund des Regens. Da hieß es am fünften Tage richtig Gas geben!
Die Überschrift ist natürlich nicht wörtlich zu nehmen. Denn während unsere Türmchencrew um Alex das letzte Dach aufrichtete wuchs auch der große Turm für die Kuckucksuhr in die Höhe.
Das Problem den Trapezförmigen Schnitt der Kothenplanen an die Vierecksbahnen sauber anzudocken war endlich gelöst. Hier war doch ein bisschen knobeln angesagt. Und nach dem Regen der letzten Tage, entschieden wir uns bei der Konstruktion für eine zusätzliche Überlappung um ugebetenen Regen fern zu halten.
Alle Mann konzentrierten sich nun auf das Doppelstöckige Zuhause des Uhrwerkes. Da wurde fleißig die Theke von Spreiseln befreit und liebevoll glatt geschliffen.
Das Wetter meinte es heute wieder viel besser mit uns und die Temperaturen steigen schlagartig, so dass die obligatorische Trinkpause wieder viel öfter anzusetzen war. Davon nicht zu bremsen ging es an der oberen Plattform gut weiter, während ein Stockwerk tiefer die ersten Geländer montiert wurden. Mühevoll auf Gehrung geschnitten, wirkte es wie aus einem Guss und schmiegte sich perfekt um die Masten des Turmes.
Es wirbelte auf dem Turm, wenn man ihn sich von weiten betrachtete. Und das nicht nur nach vorne, sondern auch im inneren des Zeltes. Hier wurde die Galerie in den Innenraum den Turmes fertig beplankt und mit einem Geländer absturzsicher ausgeführt, so dass man sich die bunten Lieder und Singeabende auch mal aus der Vogelperspektive ansehen kann.
Während die Kettensäge im Obergeschoss die Stangen alle auf eine einheitliche Größe kappte, wurde dem Geländer und dem Aufgang ein Stockwerk weiter unten bereits der Feinschliff verpasst. Damit sich auch keiner einen Spreisel zuziehen kann, wurden die kanten gebrochen und alles scharfkantige abgeraspelt.
Nachdem die Stangen für das Dach vorbereitet waren, konnte dieses aufgesetzt werden. Mit Muttern auf Stockschrauben gesichert. Konnte es schon nicht mehr fort fliegen. Zustätzlich, und um ein bisschen nachjustieren zu können, wurde das Dach mit Seilen abgespannt. Aber auch der Turm wurde nochmals mit Kevlar gesichert um Schwingungen des Bauwerkes auf das Uhrwerk zu minimieren. Hand in Hand mit unserer Bodencrew klappte dieser Arbeitsschritt ohne Probleme.
Rechtzeitig vor dem Dunkel werden konnten wir die Seitenplanen noch montieren. Lediglich die Abdeckplane musste nochmal nachgerichtet werden, da sich ein Knoten gelöst hatte. Ein mulmiges Gefühl mit der Leiter über dem Treppenhaus zu liegen. Aber für echte Jurtenbauer kein Problem.