05.04.2013 - Der große Moment auf den wir die letzten Treffen hingearbeitet haben ist gekommen. Wir können das Alte Uhrwerk, welches als Herzstück in unserem Schwarzschlösschen schlagen soll wieder zusammen setzen. Wird alles funktionieren? Wird es am Ende des Tages ticken und schlagen?
Nachdem die Metallteile die letzten Wochen gestrichen wurden, und nun trocken sind, können auch noch die hölzernen Trommeln wieder auf die Welle montiert werden. Auch diese wurden vom Schmutz der Jahre befreit und sorgfältig abgeschliffen. Nun ist es soweit, dass sie wieder um die Wellen herum geleimt werden können. Nach dem Trocknen des Leimes, wurden die Leimfugen nochmal verschliffen und zum Schutz gegen Feuchtigkeit und anderes mit einem Hartölwachs eingelassen. Das feuerte die Farbe nochmal richtig schön an und jetzt leuchten die Trommeln in einem schönen rot, gold, braun.
Die Lagerstellen der Achsen wurden von Wal nochmal fein säuberlich poliert und auch die restlichen Teile alle fein säuberlich auf dem Tisch ausgebreitet, damit auch ja nichts vergessen wird.
Fantastisch wie der neue Zierrand des kleinen Ziffernblattes jetzt aussieht
... mit Öl verschmierten Flossen in der Werkstatt stehn. Schon der alte Werner wusste wie viel Spaß es macht gemeinsam zu werkeln und hat das auch noch lauthals besungen.
Die ersten teile finden zueinander, und man kann es kaum erwarten, dass endlich mehr passiert, wann tickt sie nur? Wann sieht man endlich mehr? Doch Gut Ding will Weile haben, so werden hier und da immer wieder Lagerschalen montiert und demontiert. Man muss sich seinen Weg erst langsam vorwärts bahnen. Eine wirkliche Bauanleitung für die Uhr gibt es nicht. Da vertrauen wir ganz auf das Geschick unseres Uhrmachermeisters Chrsitian und die Erfahrung seiner Helfer, sind Sie doch alle Spezialisten auf Ihrem Gebiet. Zusammen schaffen Sie es sich durch das alte Uhrwekr zu arbeiten. Mühsam, denn immer wieder werden Schrauben probiert. Hier passt nicht jede Schraube in jedes Loch. Da die gewinde noch keiner DIN Norm unterliegen und alle mít der hand geschnitten wurden, muss immer wieder ausprobiert werden, welche Schraube wohl in welches Loch passt. Doch es wird, langsam, Stück für Stück wächst die Uhr und am Ende des Abends hören wir tatsächlich das sanfte Klicken und Rasseln des Schlagwerks und spüren den Windhauch der Bremsklappe... Genial! Und man spürt die Freude und Aufregung beim Ganzen Team.
Das Tagesziel wurde erreicht. Wir haben immerhin die Hälfte der Uhr fertig. Jetzt ist Fiedi an der Reihe, er muss das einzig fehlende Teil nachbauen. Gar nicht so leicht ohne Muster. Also wird an allen möglichen Punkten Maß genommen. Alle Referenzpunkte erfasst und alles was noch da ist für den Nachbau als Info zu Rate gezogen. Wir sind gespannt auf das nächste Mal.
.... nur das Ziffernblatt, das hat keines denn es ist Rund. Für die große Kuckucksuhr, die das Schwarzwaldschlösschen zieren soll muss auch eine große Uhr her. Nicht umsonst setzen wir das alte Turmuhrwerk wieder in Stand. Am Ende soll es unsere Uhr antreiben. Das Ziffernblatt jedoch müssen wir für diesen Anlass neu bauen.
Aus Birke Multiplex wasserfest verleimt wird es ausgesägt. Damit es auch schön rund wird, haben wir uns selbst einen Zirkel und eine Kreisschneidevorrichtung für die Stichsäge gebaut. An einem Stift in der Mitte wird die Stichsäge an einer Schnur geführt. Man muss darauf achten, dass sich die Schnurr frei um den Mittelpunkt drehen kann. Und die Idee ging auf. Zum Ende des Abends hatten wir ein schön kreisrundes Ziffernblatt vor uns liegen.
Zeit für einen letzten Auftritt von Uli, denn wenns mal wieder länger dauert, dann pack Dir 'n Snickers. Als Cheflogistiker und Naschkatze versorgte er uns bestens während dem Bau.
Jetzt muss Andreas nur noch Maß nehmen für die Spitze des Pendels, denn diese ist im Lauf des letzten Jahrhunderts wohl auch kaputt gegangen und muss erneuert werden.