11.05.2013 - Endlich... wir konnten es kaum erwarten die Kettensägen aus dem Keller zu holen, die Stiefel zu schnüren und uns in den Wald aufzumachen. Heute sollte es das erste Mal soweit sein, mit "kleiner" Ausrüstung wollten wir starten.
Etwas trübe und nebelig startete der Tag. Nicht grade das schönste Wetter um voller Elan und Tatendrang in den Wald zu ziehen. Doch da muss man durch. Für den Hauptturm der Jurte und die darin befindliche Inneneinteilung wird einiges an Holz benötigt.
Also rein in die Schnittschutzklamotten, Kettensäge betanken und los kanns gehen.
Nach den Regeln einer durchforstung suchten wir zu eng nebeneinander stehende Bäume aus um den daneben wachsenden mehr Licht zu verschaffen. Natürlich immer die Anforderungen und Materialstärken der Kontruktion im Blick haltend. Hand in Hand griff Stefans Markierungs Tätigkeit mit dem aufheulen, der Kettensäge. Kaum aus dem Gefahrenbereich heraus, hatte Wal die Kettensäge am ersten Baum angesetzt und..... gefällt.
Die Stangen noch Rohzuschnitt, wurden auf einem angrenzenden Platz erst einmal nach Längen sortiert und zwischen gepuffert, ehe es weiter gehen konnte.
Stange für Stange wurde aus dem Wald gezogen, nach Dicke und Länge schon etwas vorsortiert und erst einmal auf dem Sammelplatz abgelegt.
Ohne unsere Akribie in Frage stellen zu wollen, wer denkt, dass bei uns die Stangen bereits digital erfasst werden ist auf dem Holzweg. Stefan hat lediglich ein paar schnelle Finger beim sms'en und hin und wieder erwischten wir ihn dabei.
Das eine gute Vorbereitung die halbe Miete ist, konnten wir schon zu den beiden letzten Projekten beweisen. Von dieser Vorgehensweise wollten wir auch diesmal nicht abrücken. So wurden alle Stangen auf dem Sammelplatz vermessen. Danach ihr Verwendungszweck bestimmt, entsprechend abgelängt und zugeschnitten. Der einfacheren Handhabung und Sortierung wegen, haben wir uns hier ein Farbsystem einfallen lassen und so bekam jede Stange, noch bevor sie auf den Anhänger verladen wurde einen Farbpunkt, der ihre spätere Verwendung kennzeichnen sollte.
Alle Stangen zugesägt und markiert war erst einmal eine kleine Pause angesagt. Ein bisschen Stärkung musste auch sein und so wurden erst einmal die Leberkässemmeln ausgepackt bevor es weiter ging.
Haben wir nichts vergessen? Nein, und so konnten die auf dem Anhänger verstauten Stangen gesichert werden und es stand dem Transport nichts mehr im Wege. Die Stangen kommen nun direkt zum Abfahrtsort, wo Sie erst noch ein bisschen trocknen können bevor Sie in ein paar Wochen auf den LKW verladen werden. Beim Abladen packten selbst die kleinsten mit an und so waren schnell die beiden Haufen aufgeschlichtet.