24.05.2013 - Die Maße für die Pendelfedern waren beim letzten Mal genommen worden. Hochpräzise mussten diese nun angefertigt werden, damit am Ende alles funktionieren kann. Heute war der Große Tag gekommen, diese einzubauen. Wird die Uhr von alleine ticken?
Ein paar letzte Pinselstriche mussten noch gemacht werden, damit auch die Metalllasche des Pendels einen neuen Farbanstrich bekommt. Vorher schön anschleifen und entfetten, bevor die Farbe aufgetragen wird. Mit ruhiger Hand kümmerte sich Stöpsel darum.
Dann konnte das Pendel wieder zusammen gesetzt werden. Die Hemmung wurde in den neu angefertigten Pendelkopf eingesetzt. Das Gewicht wieder an den Fuß den Pendels montiert um danach die beiden teile miteinander zu verbinden. Jetzt musste das Pendel erst einmal ausgerichtet werden. Denn um ein gleichmäßige ticken der Uhr zu bewirken, muss auch das Pendel gleichmäßig in beide Richtungen ausschlagen.
Ganz schön klein, die Pendelfedern, die uns Christian da mitgebracht hatte. Und die allein sollen nun für die Pendelbewegung zuständig sein? Das mag man sich kaum vorstellen, doch wir werden es gleich sehen. Dann noch den Aufhängebolzen für die Pendelfedern montieren und einem Test steht eigentlich nichts mehr im Wege.
Damit die Uhr nun das erste mal seit vielen vielen Jahren wieder in Betrieb gehen konnte mussten wir einen kleinen "Turm" für unsere Turmuhr bauen. Das Pendel muss schließlich frei schwingen und die Gewichte, welche die Mechanik auf Spannung halten müssen nach unten laufen können. Mit zwei Arbeitsböcken und Kanthölzern errichteten wir unseren kleinen provisorischen Turm. Auf diesem wurde das Uhrwerk dann gebaut und das Pendel montiert.
Anfangs noch etwas holperig, lief das Uhrwerk an. Das Pendel musste noch etwas nachgestellt werden. Dann lief sie ruhiger, bis... immer wieder bis zu ein und dem selben Zahn, an dem Sie stehen blieb. Ein Kleiner Grat und etwas Lack stoppten unseren Erfolg. Doch dem wurde Abhilfe geschaffen. Mit ein wenig Schleifpapier, konnte das Problem behoben werden und ab dem Moment, wollte die Uhr nicht mehr aufhören zu laufen.
Unter dem beruhigendem "Tick - Tack" der Uhr wurden nebenan bereits die Zeiger für das Zifferblatt konstruiert. Am PC gezeichnet, konnte man sich Form un Proportion gut ansehen und letzte Korrekturen einfließen lassen.
... seht die Uhr tickt!